Studienreise in den Oman
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Studienreise in den Oman

Oman · Januar 2017

Der Oman ist ein Reiseziel, das für den Badetourismus neu entdeckt wurde. Wer sich für Land und Kultur interessiert ist seit jeher im Oman willkommen und genau richtig.
Meine Rundreise mit Studiosus beginnt mit dem Flug der Oman Air nach Muscat (ca 6,5 Std). Bei der Ankunft in Muscat Intl. Airport spüre ich nicht nur wegen der sehr viel höheren Temperaturen wo ich bin - die Menschen, die mir begegnen sind allesamt in bodenlange Gewänder gehüllt, haben eine kleine bestickte Kopfbedeckung und eine herrlich gesunde Hautfarbe, die ich nur aus dem Orient kenne. Ich bin tatsächlich im Orient! Der Bus mit dem Schild ‚Studiosus‘ im Fenster bringt uns ins Hotel Al-Falaj, ein gutes Mittelklassehotel, zentral in Maskat gelegen. Zentral heißt hier: irgendwo in einer Stadt, die sich 60 Kilometer am Golf von Oman entlangzieht. Ein orientalisch-indisch geprägten Frühstück erwartet uns und eine Reiseleiterin, die uns mit Ihren Erzählungen große Vorfreude auf die reise bereitet. Gleich am ersten Tag, nach einer kurzen Erfrischungsdusche auf dem Zimmer und einen Kleiderwechsel von Winter auf Sommer, werden wir auf den Souk begleitet. Der Duft von Weihrauchschwaden schlägt uns entgegen, wie das auf allen Souks üblich ist. Weihrauch war das ‚Gold‘ des Oman, lange bevor Erdgas und Erdöl bekannt waren.
Tags darauf besichtigen wir die prächtige Sultan-Qabus-Moschee der Stadt, nicht ohne darauf hingewiesen zu werden, dass es sich gebietet respektvoll bedeckt (die Frauen etwas mehr als die Männer) dieses Gebäude zu betreten. Der Gebetsraum ist eine unfassbar große Halle mit Kuppel, die uns eine Leichtigkeit vorspielt, die einem von außen unmöglich scheint. Ähnlich versetzt uns das Opernhaus in Maskat ins Staunen.
Eine Fahrt entlang der Flaniermeile, an der sich Muscats Jugend trifft und ein herrliches Abendbüfett runden den Tag ab.
Früh verlassen wir die Stadt im Allradfahrzeug Richtung Nizza und erreichen dort den kleinen traditionellen Viehmarkt. Hier werden, wie vermutlich seit Jahrhunderten, Schafe, Rinder und Ziegen gehandelt. Weiter geht die Fahrt durch schier endlose Landschaften auf sehr guten Straßen vorbei an Wohnhäusern, die alle in ähnlicher Bauweise erstellt und wie kleine Festungen von einer Mauer umgeben sind. Unser nächstes Hotel empfängt uns mit einem Pool …

Früh am Tag geht die Fahrt ins Gebirge. Bei einem Stopp in einem Dorf zeigt Annette, unsere Reiseleiterin, die Besonderheiten der historischen Architektur und der Bewässerung der Dattelpalmenhaine. Die Lehmhäuser verlieren ihre Attraktivität, der moderne Omani wohnt lieber im Steinhaus mit Klimaanlage. Auch Dattelpalmen sind längst kein Statussymbol mehr. Unsere Fahrt endet auf einem weiten Steinplateau. Erst als wir die Wagen verlassen merken wir, dass wir am Rande des riesigen Wadi Ghul stehen. Der Blick an der Felskante entlang und in die Tiefe macht mich sprachlos. Wir nutzen den Stopp um atemberaubende Fotos zu machen und auf geht’s ins nächste Hotel. Wir wundern uns wie flach das Gelände plötzlich wird und als unser Konvoi plötzlich nach links abbiegt, an einer Tankstelle die Luft aus unseren Reifen beträchtlich abgelassen wird und die Straße plötzlich zu Piste wird und etwas später nur noch eine Fahrspur im Sand ist, merken wir, dass es jetzt in die Wüste geht. Unser Hotel heißt Al-Wasil-Camp und ist ein kreisrundes Dorf aus kleinen Steinhäusern. Und obwohl uns angekündigt wurde dass der Standard sinken würde, sind sie alle klimatisiert und genauso genügsam eingerichtet wie wir es erwartet hatten. Mehr braucht es hier nicht. Unsere Camp-Direktorin ist eine Deutsche, die ein freundliches Team dirigiert. Vor dem Abendessen gibt es einen Ausflug mit den Geländewagen in den Sand. Davon gibt es reichlich. Die Weite der Wüste erschließt sich uns als wir auf einer Düne sitzend auf den Sonnenuntergang warten.
‚Wenn du in der Wüste bist, musst du dir den Sonnenaufgang ansehen‘ hat man mir gesagt. Also noch vor dem Frühstück hoch auf die Düne: herrlich !
Die Zivilisation empfängt uns mit einem Besuch in einer weiteren Oase von wo aus wir die Fahrt zurück nach Muscat angehen. Noch eine Nacht unter einem unbeschreiblichen Sternenhimmel, ein Drink in der Hotelbar und das Versprechen an mich selbst: Oman, wir sehen uns sicher wieder.

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Platzhalter Karte
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Ein orientalisch-indisch gepr\u00e4gten Fr\u00fchst\u00fcck erwartet uns und eine Reiseleiterin, die uns mit Ihren Erz\u00e4hlungen gro\u00dfe Vorfreude auf die reise bereitet. Gleich am ersten Tag, nach einer kurzen Erfrischungsdusche auf dem Zimmer und einen Kleiderwechsel von Winter auf Sommer, werden wir auf den Souk begleitet. Der Duft von Weihrauchschwaden schl\u00e4gt uns entgegen, wie das auf allen Souks \u00fcblich ist. Weihrauch war das \u201aGold\u2018 des Oman, lange bevor Erdgas und Erd\u00f6l bekannt waren.\r\nTags darauf besichtigen wir die pr\u00e4chtige Sultan-Qabus-Moschee der Stadt, nicht ohne darauf hingewiesen zu werden, dass es sich gebietet respektvoll bedeckt (die Frauen etwas mehr als die M\u00e4nner) dieses Geb\u00e4ude zu betreten. 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