Grüne Insel und Celtic Tiger: Irlandrundreise und Dublin
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Grüne Insel und Celtic Tiger: Irlandrundreise und Dublin

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Westport, Irland

Eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt, berauschende Küstenausblicke und malerische Städte mit historischen Bauten - all das macht die grüne Insel Irland aus, die viel zu viel zu bieten hat, als dass man sich auf einen einzigen Fleck konzentrieren könnte. Für Besucher mit genügend Zeit erweist sich deshalb eine Urlaubskombination aus einem Städtetrip nach Dublin und einer Rundreise über den Wild Atlantic Way, auf Irisch Slí an Atlantaigh Fhiáin, die absolut eindrucksvolle, längste Küstenstraße Europas, als ideal. Der Wild Atlantic Way führt vom Norden der Insel bis ganz in den Süden und dabei, wie der Name schon verrät, stets am Atlantik entlang. Die Wege präsentieren sich hier eng und verschlungen, aus welchem Grund man nur mit dem normalen PKW und nicht mit dem Reisebus durchkommt, und so das Land individuell für sich entdecken kann.

Nach Ankunft in Dublin sollte man mindestens für zwei Nächte vor Ort bleiben, um das berühmte Ausgehviertel Temple Bar zu durchstreifen, das sich außerordentlich entspannt gibt, mit Livemusik, teilweise hervorragendem Essen sowie irischer Frohkultur aufwartet. Eine beliebte Attraktion im Lichte der lokalen Trinkkultur stellt auch die Jameson Destillerie genauso wie das Guinness Storehouse dar. Architektonisch glänzt die Inselhauptstadt mit unverkennbaren georgianischen Einflüssen, denn da Dublin nicht nur Regierungssitz, sondern auch Hauptuniversitätsstadt war und ist, finden sich hier unzählige Prachtbauten. Hierunter zählen natürlich auch die Gebäude des Trinity College, das seinerzeit der Schriftsteller Oscar Wilde besucht hat, gleichermaßen wie die Bank of Ireland.

In der Grafton Street, der Haupteinkaufsmeile, befindet sich die bronzene Statue von Molly Malone, eine Figur aus dem gleichnamigen Volkslied, das fest zum Selbstbild Dublins gehört. In der unmittelbaren Nähe am Stadtpark liegt das The Marker Hotel, das unschlagbar in Bezug auf Lage und Preis-Leistungsverhältnis ist. Bemerkenswert ist der Kontrast zwischen Dublins Altstadt südlich vom River Liffey und dem im Norden gelegenen moderneren Stadtteil rund um die O‘Connel Street, wo das neue Wahrzeichen, die Spire, 120 m hochaufragt. Genauso sehenswert sind aber auch die James-Joyce-Statue, oder die Christ Church Cathedral, ein äußerst markantes, frühgotisches, unglaublich imposantes Bauwerk von 1170. Verpassen sollte man auch nicht das kontrovers gehandelte Stephen‘s Green Shopping Center, welches architektonisch sehr reizvoll ist, da hier viktorianische Eisenverzierungen um ein bestehendes Gebäude von einer großen Glaskuppel ergänzt werden, so dass man bei trüben Wetter das Gefühl hat, hier im Freien spazieren zu gehen.

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Was dem Besucher kurz nach Beginn der Rundfahrt von Dublin aus direkt ins Auge fällt sind die religionsbedingten Unterschiede zu Großbritannien. So liegt in Richtung der Westküste am River Shannon das Kloster Clonmacnoise, im Grunde das uralte Religionszentrum Irlands, welches immer wieder durch Raubzüge der Engländer zerstört wurde, dessen Ruinen aber immer noch fortbestehen, und eine der meistbesuchten Attraktionen der Insel ist, denn auch die Lage direkt am Shannon ist außerordentlich ansprechend.

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In Westport kann man dann die Fahrt auf dem Wild Atlantic Way starten, und lernt hierbei gleich eine ganz besonders pittoreske Küstenstadt kennen, die einen wahren Geheimtipp darstellt, denn nicht nur gibt es hier landestypische farbenfrohe Fischerhäuser, sondern auch die größte umliegende Insel, Achill Island, lädt zu einem Tagesausflug ein, um unübertrefflich spektakuläre Aussichten zu genießen. Die Insel lockt mit dem Keem Beach, dem romantischsten Strand Irlands, wo man ungestört das leuchtende Sattgrün der Umgebung betrachten kann und im Grunde aufgrund der Ruhe und Abgeschiedenheit der Insel mit den Schafen per du ist. Restauranttipp: in Westport empfiehlt sich zum Auftakt der Atlantikküstenfahrt das The Towers Bar and Restaurant, das wegen seiner Vollverglasung einen beeindruckenden Blick auf den Atlantik bietet, und wo man im gemütlichen Biergarten bei hervorragendem Essen den Sonnenuntergang und die extremen Gezeiten an der Westküste bestaunen kann.

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Irlands Westküste wird durch sehr mild milde Temperaturen aber oft wechselnde Lichtverhältnisse charakterisiert, und ist deshalb für Fotografen ein Traum. Tipp: vom Spanish Armada Viewpoint überblickt man das Meer an der Stelle des Siegs über die Spanier 1588, ein historisches Ereignis, das als Anekdote oft dazu dient, den südländisch anmutenden Teil der irischen Bevölkerung mit einem Augenzwinkern zu erklären. Im Anschluss führt die Route weiter in Richtung Süden nach Galway, wo man auf dem Weg Connemara und die an einem bewaldeten Berghang liegende Kylemore Abbey, ein ausdrucksstarkes Fotomotiv, passiert.

Galway überzeugt als wahrlich pulsierende Stadt, und ist damit ein absoluter Favorit unter den urbanen Zentren der Insel. Die Studentenstadt repräsentiert die größte Stadt Westirlands und kommt mit einem ganz eigenen, lockeren Flair herüber, was sich beispielsweise darin manifestiert, dass trotz Dauerregen die Anwohner im T-Shirt und barfuß herumlaufen, während in der High Street die höchste Pubdichte Irlands herrscht.

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Von hier aus kann man die autofreien Aran Islands besuchen, die vis-à-vis der unnachahmlichen Cliffs of Moher vom Meer umspült werden, um danach die Westküste mit den drei Fingern, der uralten Steinreihe von Gurranes, abzuschließen.

Am Ring of Kerry liegt ein weiterer grandioser Höhepunkt der Reise, Valentia Island, wohin man ausschließlich auf einer kleinen Fähre gelangt und dann einen unglaublichen Panoramablick über die Küste und das Land hat. Ebenfalls in der Nähe befindet sich der Killarney Nationalpark im Landesinneren, wo man das Muckross House, ein prachtvolles Herrenhaus mit entsprechendem riesigen Anwesen genauso wie einem fantastisch angelegten botanischen Garten mit Pflanzen aus Allerwelt bewundern kann.

Die exzeptionelle Panoramastraße Ring of Kerry entlang der Küste dient auch als Ausgangspunkt einer Wanderung bis zum Ladies‘ View, ein Ausguck über den Killarney Nationalpark, genauso wie für einen Ausflug zur Dingle-Halbinsel mit ihren prähistorischen Monumenten.

Auf dem Rückweg nach Dublin passieren die Reisenden dann Cork, die heimliche Konkurrentin Dublins, deren faszinierender English Market, ein überdachter Markt mit in den allerbesten Spezialitäten der Insel, zum Flanieren und Ausprobieren geradezu verpflichtet. Die historisch bedeutsame Hafenstadt Cobh glänzt dagegen mit ihrem alten Hafen und entsprechendem nostalgischen Charme, weshalb sie auch zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, wenn hier auch eine gewisse Tragik mitschwingt. Denn Cobh war nicht nur der letzte Hafen Europas, den die Titanic angefahren hat, sondern repräsentiert auch den Hauptverschiffungshafen der irischen Auswanderer in die USA im Zuge der katastrophalen Great Famines von 1845 bis 1852. So zeichnet das Annie-Moore-Museum das Leben seiner Namensgeberin nach, die allein in die USA emigrierte, und erläutert anhand ihres Beispiels die Geschichte der Hungersnot. Ein genauso wichtiger Handelshafen ist Waterford, welches schon von den Wikingern gegründet wurde, weshalb man hier das detailgenaue Wikingermuseum besuchen sollte, und abseits der großen Touristenpfade eine authentische irische Kleinstadt erleben kann.

Insgesamt benötigt man für diese abwechslungsreiche und inspirierende Rundreise mindestens zwei Wochen, da die engen, verschlungenen Straßen eine Fahrgeschwindigkeit von höchstens 50 km/h erlauben, und ab und an eine Schafherde den Weg versperrt, so dass man hier durchaus zur Ruhe kommen kann.

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