Ein Hideaway der Extraklasse
markus-strebel

Ein Hideaway der Extraklasse

Qasr Al Sarab Desert Resort by Anantara, Liwa, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate · April 2016

Während meiner Reise durch die Emirate Abu Dhabi, Dubai und Ras al Khaimah erfüllte ich mir einen Herzenswunsch und besuchte das Luxusresort QASR AL SARAB by ANANTARA in der Liwa-Wüste. Ich kannte dieses Hotel aus den zahlreichen Reisekatalogen, mit denen wir täglich arbeiten und von Erzählungen einiger Kunden, die bereits das Vergnügen hatten, dort einige Tage ihres Urlaubs zu verbringen. Zugegeben, im Vorfeld der Reise war ich hin und her gerissen wegen des hohen Preises aber ich entschloss mich dennoch, mit Freunden einen Abstecher in dieses Resort zu machen.

Schon die Anreise stimmte uns alle auf den Charme der Wüste ein. Die Fahrt von unserem Hotel Sheraton Khalidiya in Abu Dhabi führte über gut ausgebaute Fernstraße E65 und dauerte gut zwei Stunden. Die Straße verfügt nur über einen Fahrstreifen in jede Richtung aber langsame Fahrzeuge nutzen den breiten Standstreifen, um schnellere passieren zu lassen. Entlang der E65 finden sich anfangs noch Siedlungen, Gaswerke, große Shopping Malls aber nach und nach verflüchtigen sich auch diese Zeichen von Zivilisation. Was bleibt ist die Wüste in all ihrer Pracht und vereinzelte Kamelherden, die durch Zäune von der Fernstraße ferngehalten werden. Nach ca. 65 Kilometern passiert man im Übrigen das Emirates National Auto Museum. Man erkennt es an einem überdimensionalen Landrover, der neben der Einfahrt trohnt. Wir haben dieses Museum mangels Zeit jedoch nicht besucht.

Navigieren in den Emiraten ohne technische Unterstützung ist für weniger Ortskundige etwas schwierig. Es existierte zwar eine gute Beschilderung aber die ausgeschilderten Ortsnamen gaben mir trotz guten Orientierungssinns keine eindeutigen Hinweise über die grobe Richtung. Daher nutzte ich die Navigation von Google Maps über mein iPhone und das klappte 1a. Tipp: Wer keine Datenkarte eines ortsansässigen Mobilfunkunternehmens anschafft, kann die Google Maps Karte auch in jeglichen WLAN-Netzen laden und die Navigation starten. Zum Navigieren selbst benötigt das Smart Phone keinen Internetzugang. Ein Auto-Ladekabel ist jedoch empfehlenswert, da sich durch das Navigieren der Akku des Smart Phones sehr schnell entläd.

Einige Kilometer vor Erreichen des Hotels verließ ich die E65 und bog auf die private Zufahrtsstraße des Resorts ab. Nach dem Passieren des Portals schlängelte sich die Straße durch und über die hohen Sanddünen. Etwas Vergleichbares hatte ich zuvor noch nicht gesehen. Der Wind blies den Sand über die Fahrbahn und die Sonne brannte vom Himmel. Außentemperatur Mitte April 38° Celsius. Wahnsinn aber nicht unerträglich. Mir verschlug es den Atem, als ich mit dem Mietwagen über den letzten Hügel kam und das Hotel vor mir liegen sah. Ein Märchenland aus 1001 Nacht. Im Innenhof vor dem Empfang standen teure Automobile, zu dem sich unser Toyota Innova Minivan nicht so recht gesellen wollte.

Unser Grüppchen wurde sehr herzlich und professionell begrüßt und man kümmerte sich umgehend um unser Gepäck und die Check-In Formalitäten. Kühle aromatisierte Erfrischungstücher und ein schmackhafter Joghurt-Dattel-Drink gehörten mit zum Prozedere, welches diskret und komfortabel vonstatten ging, ohne dass man sich hierzu an der Rezeption anstellen musste. Nach Abschluss der Formalitäten wurden wir zu unseren Zimmern begleitet und dort ausführlich in die Annehmlichkeiten der Luxusherberge eingewiesen. Das Resort verfügt trotz exponierter Lage über modernste Zimmerausstattung und ausgezeichneter Highspeed WI-FI Verbindung. Die Zimmer: ein Traum mit einzigartiger Atmosphäre und landestypischem Ambiente (ich hatte das Preiswerte / Deluxe Garden Terrace). Im Badezimmer: Marmorbadewanne, Rainshower Dusche, separate Toilette hinter Milchglasscheibe, ein toller Waschtisch mit zwei Becken, Duschgel, Shampoo und andere Pflegeprodukte von Elemis. Hier lässt es sich urlauben.

Das Resort wurde 2009 eröffnet und war auch nach sieben Jahren noch immer in perfektem Zustand. Das Management kommt seinen Pflichten und den Erwartungen der Kunden entsprechend nach. Man verspürte einen tollen Zauber in der ganzen Anlage. Durch die außergewöhnliche aber dennoch traditionelle Architektur fühlte man sich wie zwischen zwei Welten. Service: perfekt.

Am Pool ließ es sich fantastisch entspannen. Die Sunshine Butler versorgten jeden Gast mit einer beliebigen Zahl an Badetüchern und kostenfreiem Wasser. Andere Getränke und Snacks erhielt man an der Poolbar (auch Swim up) gegen Bezahlung. Ein Teil der Pools war mit Sonnensegeln überspannt aber ansonsten warfen auch die zahlreichen Palmen genügend Schatten auf das Wasser. Direkt vor dem Pool lag bereits der Wüstensand.

Wie in einem Resort der Extraklasse üblich, war auch das Verpflegungsniveau auf gehobenem Level. Aufgrund unseres kurzen Aufenthaltes konnten wir lediglich die kulinarische Vielfalt des „Standard-Restaurants“ Al-Waha testen aber unsere Erwartungen wurden übertroffen. Zu allen Mahlzeiten wurden exquisite Büffets mit Show Cooking geboten. Die Brotvariationen waren ein Gedicht, ebenso die Desserts – alles extrem geschmackvoll angerichtet. Es gab neben internationalen Speisen auch viele landestypische Köstlichkeiten.

Die Nebenkosten in einem solchen Etablissement entsprachen meinen Erwartungen und waren hoch. Reisende, die hier Budgetpreise erwarten, sind sicherlich fehl am Platze. Insbesondere und wie überall in den Emirate schlugen die Preise für Alkoholika stark zu Buche.

Animation sucht man in einem Haus dieser Klasse vergebens. In den Bars und Restaurants geben verschiedene Musiker ihre Künste zum Besten. Sie unterstreichen dezent die Atmosphäre mit ihren Darbietungen und passen zum Gesamtkonzept. Das gesamte Haus ist eine Oase der Ruhe.

Darüber hinaus bietet das Haus verschiedene Aktivitäten gegen Bezahlung an. Hierzu zählen geführte Ausflüge (zu Fuss und auch per 4WD) in die Wüstenlandschaft, Desert Sailing, Camel Trekking, Sand Boarding u.v.m. Auch ein bestens ausgestattetes Fitness Center und Spa komplettieren das Hotel. Zimmerabhol- und -bring-Service per Golf Cart wird unentgeltlich angeboten und gilt hier als Selbstverständlichkeit. Ich gewann allerdings den Eindruck, dass für jegliche Serviceleistungen – ob entgeltlich oder unentgeltlich – Trinkgelder erwünscht sind. Darauf sollte man sich einstellen.

Wer nicht mit einem Mietwagen anreisen möchte, kann auch auf den Shuttle Service des Hotels mittels Luxuslimousine zurückgreifen. Die Preise hierfür sind gemessen an der Entfernung eher günstig.

Fazit: Für Liebhaber der Luxushotellerie und diejenigen unter euch, die sich etwas Außergewöhnliches gönnen möchten, ist ein Abstecher in das QASR AL SARAB by ANANTARA empfehlenswert. Aufgrund der exponierten Lage empfehle ich einen Aufenthalt von mindestens zwei, besser jedoch drei Nächten. Den Aufenthalt dort wird man sicher nicht so schnell vergessen und sich an das außergewöhnliche Ambiente und den Luxus gerne zurück erinnern.

Keine Frage: QASR AL SARAB by ANANTARA ist selbstverständlich über unsere Flugbörse buchbar. Ich freue mich über eure Anfrage.

original_DSC_0520
original_DSC_0530
original_IMG_1532
original_DSC_0505
original_IMG_1585
Platzhalter Karte
{"markers":[{"longitude":54.336466491222,"latitude":22.900339352693,"subtype":"hotel","type":"travelreports","info":"W\u00e4hrend meiner Reise durch die Emirate Abu Dhabi, Dubai und Ras al Khaimah erf\u00fcllte ich mir einen Herzenswunsch und besuchte das Luxusresort QASR AL SARAB by ANANTARA in der Liwa-W\u00fcste. Ich kannte dieses Hotel aus den zahlreichen Reisekatalogen, mit denen wir t\u00e4glich arbeiten und von Erz\u00e4hlungen einiger Kunden, die bereits das Vergn\u00fcgen hatten, dort einige Tage ihres Urlaubs zu verbringen. Zugegeben, im Vorfeld der Reise war ich hin und her gerissen wegen des hohen Preises aber ich entschloss mich dennoch, mit Freunden einen Abstecher in dieses Resort zu machen.\r\n\r\nSchon die Anreise stimmte uns alle auf den Charme der W\u00fcste ein. Die Fahrt von unserem Hotel Sheraton Khalidiya in Abu Dhabi f\u00fchrte \u00fcber gut ausgebaute Fernstra\u00dfe E65 und dauerte gut zwei Stunden. Die Stra\u00dfe verf\u00fcgt nur \u00fcber einen Fahrstreifen in jede Richtung aber langsame Fahrzeuge nutzen den breiten Standstreifen, um schnellere passieren zu lassen. Entlang der E65 finden sich anfangs noch Siedlungen, Gaswerke, gro\u00dfe Shopping Malls aber nach und nach verfl\u00fcchtigen sich auch diese Zeichen von Zivilisation. Was bleibt ist die W\u00fcste in all ihrer Pracht und vereinzelte Kamelherden, die durch Z\u00e4une von der Fernstra\u00dfe ferngehalten werden. Nach ca. 65 Kilometern passiert man im \u00dcbrigen das Emirates National Auto Museum. Man erkennt es an einem \u00fcberdimensionalen Landrover, der neben der Einfahrt trohnt. Wir haben dieses Museum mangels Zeit jedoch nicht besucht.\r\n\r\nNavigieren in den Emiraten ohne technische Unterst\u00fctzung ist f\u00fcr weniger Ortskundige etwas schwierig. Es existierte zwar eine gute Beschilderung aber die ausgeschilderten Ortsnamen gaben mir trotz guten Orientierungssinns keine eindeutigen Hinweise \u00fcber die grobe Richtung. Daher nutzte ich die Navigation von Google Maps \u00fcber mein iPhone und das klappte 1a. Tipp: Wer keine Datenkarte eines ortsans\u00e4ssigen Mobilfunkunternehmens anschafft, kann die Google Maps Karte auch in jeglichen WLAN-Netzen laden und die Navigation starten. Zum Navigieren selbst ben\u00f6tigt das Smart Phone keinen Internetzugang. Ein Auto-Ladekabel ist jedoch empfehlenswert, da sich durch das Navigieren der Akku des Smart Phones sehr schnell entl\u00e4d.\r\n\r\nEinige Kilometer vor Erreichen des Hotels verlie\u00df ich die E65 und bog auf die private Zufahrtsstra\u00dfe des Resorts ab. Nach dem Passieren des Portals schl\u00e4ngelte sich die Stra\u00dfe durch und \u00fcber die hohen Sandd\u00fcnen. Etwas Vergleichbares hatte ich zuvor noch nicht gesehen. Der Wind blies den Sand \u00fcber die Fahrbahn und die Sonne brannte vom Himmel. Au\u00dfentemperatur Mitte April 38\u00b0 Celsius. Wahnsinn aber nicht unertr\u00e4glich. Mir verschlug es den Atem, als ich mit dem Mietwagen \u00fcber den letzten H\u00fcgel kam und das Hotel vor mir liegen sah. Ein M\u00e4rchenland aus 1001 Nacht. Im Innenhof vor dem Empfang standen teure Automobile, zu dem sich unser Toyota Innova Minivan nicht so recht gesellen wollte.\r\n\r\nUnser Gr\u00fcppchen wurde sehr herzlich und professionell begr\u00fc\u00dft und man k\u00fcmmerte sich umgehend um unser Gep\u00e4ck und die Check-In Formalit\u00e4ten. K\u00fchle aromatisierte Erfrischungst\u00fccher und ein schmackhafter Joghurt-Dattel-Drink geh\u00f6rten mit zum Prozedere, welches diskret und komfortabel vonstatten ging, ohne dass man sich hierzu an der Rezeption anstellen musste. Nach Abschluss der Formalit\u00e4ten wurden wir zu unseren Zimmern begleitet und dort ausf\u00fchrlich in die Annehmlichkeiten der Luxusherberge eingewiesen. Das Resort verf\u00fcgt trotz exponierter Lage \u00fcber modernste Zimmerausstattung und ausgezeichneter Highspeed WI-FI Verbindung. Die Zimmer: ein Traum mit einzigartiger Atmosph\u00e4re und landestypischem Ambiente (ich hatte das Preiswerte \/ Deluxe Garden Terrace). Im Badezimmer: Marmorbadewanne, Rainshower Dusche, separate Toilette hinter Milchglasscheibe, ein toller Waschtisch mit zwei Becken, Duschgel, Shampoo und andere Pflegeprodukte von Elemis. Hier l\u00e4sst es sich urlauben.\r\n\r\nDas Resort wurde 2009 er\u00f6ffnet und war auch nach sieben Jahren noch immer in perfektem Zustand. Das Management kommt seinen Pflichten und den Erwartungen der Kunden entsprechend nach. Man versp\u00fcrte einen tollen Zauber in der ganzen Anlage. Durch die au\u00dfergew\u00f6hnliche aber dennoch traditionelle Architektur f\u00fchlte man sich wie zwischen zwei Welten. Service: perfekt.\r\n\r\nAm Pool lie\u00df es sich fantastisch entspannen. Die Sunshine Butler versorgten jeden Gast mit einer beliebigen Zahl an Badet\u00fcchern und kostenfreiem Wasser. Andere Getr\u00e4nke und Snacks erhielt man an der Poolbar (auch Swim up) gegen Bezahlung. Ein Teil der Pools war mit Sonnensegeln \u00fcberspannt aber ansonsten warfen auch die zahlreichen Palmen gen\u00fcgend Schatten auf das Wasser. Direkt vor dem Pool lag bereits der W\u00fcstensand.\r\n\r\nWie in einem Resort der Extraklasse \u00fcblich, war auch das Verpflegungsniveau auf gehobenem Level. Aufgrund unseres kurzen Aufenthaltes konnten wir lediglich die kulinarische Vielfalt des \u201eStandard-Restaurants\u201c Al-Waha testen aber unsere Erwartungen wurden \u00fcbertroffen. Zu allen Mahlzeiten wurden exquisite B\u00fcffets mit Show Cooking geboten. Die Brotvariationen waren ein Gedicht, ebenso die Desserts \u2013 alles extrem geschmackvoll angerichtet. Es gab neben internationalen Speisen auch viele landestypische K\u00f6stlichkeiten.\r\n\r\nDie Nebenkosten in einem solchen Etablissement entsprachen meinen Erwartungen und waren hoch. Reisende, die hier Budgetpreise erwarten, sind sicherlich fehl am Platze. Insbesondere und wie \u00fcberall in den Emirate schlugen die Preise f\u00fcr Alkoholika stark zu Buche.\r\n\r\nAnimation sucht man in einem Haus dieser Klasse vergebens. In den Bars und Restaurants geben verschiedene Musiker ihre K\u00fcnste zum Besten. Sie unterstreichen dezent die Atmosph\u00e4re mit ihren Darbietungen und passen zum Gesamtkonzept. Das gesamte Haus ist eine Oase der Ruhe.\r\n\r\nDar\u00fcber hinaus bietet das Haus verschiedene Aktivit\u00e4ten gegen Bezahlung an. Hierzu z\u00e4hlen gef\u00fchrte Ausfl\u00fcge (zu Fuss und auch per 4WD) in die W\u00fcstenlandschaft, Desert Sailing, Camel Trekking, Sand Boarding u.v.m. Auch ein bestens ausgestattetes Fitness Center und Spa komplettieren das Hotel. Zimmerabhol- und -bring-Service per Golf Cart wird unentgeltlich angeboten und gilt hier als Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Ich gewann allerdings den Eindruck, dass f\u00fcr jegliche Serviceleistungen \u2013 ob entgeltlich oder unentgeltlich \u2013 Trinkgelder erw\u00fcnscht sind. Darauf sollte man sich einstellen.\r\n\r\nWer nicht mit einem Mietwagen anreisen m\u00f6chte, kann auch auf den Shuttle Service des Hotels mittels Luxuslimousine zur\u00fcckgreifen. Die Preise hierf\u00fcr sind gemessen an der Entfernung eher g\u00fcnstig.\r\n\r\nFazit: F\u00fcr Liebhaber der Luxushotellerie und diejenigen unter euch, die sich etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches g\u00f6nnen m\u00f6chten, ist ein Abstecher in das QASR AL SARAB by ANANTARA empfehlenswert. Aufgrund der exponierten Lage empfehle ich einen Aufenthalt von mindestens zwei, besser jedoch drei N\u00e4chten. Den Aufenthalt dort wird man sicher nicht so schnell vergessen und sich an das au\u00dfergew\u00f6hnliche Ambiente und den Luxus gerne zur\u00fcck erinnern.\r\n\r\nKeine Frage: QASR AL SARAB by ANANTARA ist selbstverst\u00e4ndlich \u00fcber unsere Flugb\u00f6rse buchbar. Ich freue mich \u00fcber eure Anfrage.","image":"\/docs\/_sizes\/400\/275\/100\/user\/39\/img\/Reiseberichte\/QasrAlSarab\/DSC_0536.JPG","title":"Ein Hideaway der Extraklasse","country":"Vereinigte Arabische Emirate","region":"Abu Dhabi"}],"startLongitude":54.336466491222,"startLatitude":22.900339352693,"zoom":8}